Neulich an der Tankstelle:
"Einmal die 3 bitte..."
"Möchten Sie noch einen Kaffe dazu?"
Nun weiss ich nicht, ob ich den Kaffe auch noch in den Benzintank kippen soll oder das Benzin in den Kaffeebecher!
"Nein, Danke!" Ich will wirklich nur Benzin tanken, Kaffe habe ich schon genug intus!
Irgendwie scheint es eine neue Masche zu sein, dass der Kunde für unmündig in Bezug dessen erklärt wird, was er kaufen möchte, weils gleich noch ein Angebot drauf gibt. Am Ende sagt noch der Bestatter zu meinen Angehörigen: "Wir haben da noch dieses bügelfreie Totenhemd im Angebot..."
Bei der Kette eines offensichtlich schottischen Papierwarengeschäft passiert es dann! Ich kaufe einen Packen Papier und...
"Darf ich Ihnen noch diese Kugelschreiber anbieten?"
Jetzt bin ich neugierig!
"Müssen Sie eigentlich immer diese Zusatzangebote machen?"
"Wenn ich das nicht mache", sagt die durchaus sympathische Verkäuferin etwas leiser, "ist das ein Grund für eine fristlose Kündigung!"
"Das ist nicht wahr..."
"Doch - leider schon passiert!"
Ich bin offen entsetzt! In unserer Gesellschaft gibt es Leute, die Millionenbeträge dafür erhalten, dass sie ein einziges Mal auf einer Vorstandsetage in die goldene Kloschüssel kacken und dabei durchs "Wall Street Journal" blättern. Anschließend bekommen sie als Zusatzangebot einen goldenen Handschlag.
Andere Menschen werden fristlos gekündigt, weil diesen Turbokapitalismus nicht durch ein für den Kunden lästiges Zusatzangebot optimieren!
Fazit: Ich kaufe nicht mehr bei Zusatzanbietern! Wer so mit seinen Angestellten umgeht, hat mein Geld nicht verdient!
Mittwoch, 8. Juni 2011
Sonntag, 5. Juni 2011
Aus Klein-Siggis Notizbuch
Manchmal stelle ich mir vor, daß ich einen kleinen Bekannten habe, so um die 8 Jahre alt. Klug genug, um lesen und aufschreiben zu können, was er alles so von seiner Umwelt mitbekommt. Nennen wir diesen Jungen einfach Siegfried, kurz: Siggi . Siggi ist ein richtiger kleiner Deutscher und wächst in einer richtigen kleinen deutschen Familie auf. So mit blonden Haaren und glatzköpfigem Bruder, der schon 16 Jahre ist, Kickboxen macht und Ronny heisst! Siggi findet das toll, weil er auf dem Schulhof immer mit seinem Bruder drohen kann! Schauen wir einmal, was der kleine Siggi heute mit seiner krakeligen Schrift, die schon ein wenig an Sütterlin erinnert, in sein Notizbuch geschrieben hat:
Der Türke
Der Türke an sich heißt Mehmet. Oder Ali. Oder beides. Er hat eine Dönerbude, schmarotzt beim Sozialamt und nimmt mindestens einem Deutschen den Arbeitsplatz weg. Seine Frau, die Aysche, muss ein Kopftuch tragen, weil der Koran sie sonst verprügelt. Wenn die Türkei in die EU kommt, wandern ganz viele Terroristen nach Deutschland ein und bringen ihre Frauen mit, die auch ein Kopftuch tragen müssen. Das hat den Vorteil, dass sie darunter die Bomben besser verstecken können. Deswegen sind Kopftücher für türkische Lehrerinnen an deutschen Schulen auch verboten. Mehmet Ali und Aysche zahlen hier zwar Steuern, haben aber sonst wenig bis nichts zu sagen. Das nennt man Integration. Die muss jetzt noch mehr verstärkt werden, damit Mehmet und Aysche bald wissen, wie ein richtiger doitscher Schweinebraten schmeckt und nicht mehr nach Antalya fahren sondern nach Mallorza. So können keine Parallelgesellschaften entstehen. Parallelgesellschaft ist zum Beispiel, wenn Ali am Freitag in die Moschee geht und Adolf am Sonntag in den Dom, wo jeweils ein Männlein in Weiß auf die Religion des anderen schimpft. Der Unterschied besteht darin, dass es das eine Männlein auf Arabisch tut, das andere auf Deutsch. Das ist auch eine Parallele.
Mehmet Ali findet es auch schade, dass er hier nicht mehrere Frauen haben darf wie drüben. Deshalb trifft er am Samstagabend manchmal den Adolf im Puff, wo sie mit Osteuropäischen Zwangsprostituierten Sex haben. Aber die hatten wir noch nicht, deswegen kann ich darüber nichts schreiben. Aysche und Dietlind trinken währenddessen zusammen einen Prosecco und gucken sich Rosamunde Pilcher Filme an. Kriemhild hofft, dass Adolf davon nichts mitbekommt, sonst setzts nämlich mal wieder was!
Der Türke
Der Türke an sich heißt Mehmet. Oder Ali. Oder beides. Er hat eine Dönerbude, schmarotzt beim Sozialamt und nimmt mindestens einem Deutschen den Arbeitsplatz weg. Seine Frau, die Aysche, muss ein Kopftuch tragen, weil der Koran sie sonst verprügelt. Wenn die Türkei in die EU kommt, wandern ganz viele Terroristen nach Deutschland ein und bringen ihre Frauen mit, die auch ein Kopftuch tragen müssen. Das hat den Vorteil, dass sie darunter die Bomben besser verstecken können. Deswegen sind Kopftücher für türkische Lehrerinnen an deutschen Schulen auch verboten. Mehmet Ali und Aysche zahlen hier zwar Steuern, haben aber sonst wenig bis nichts zu sagen. Das nennt man Integration. Die muss jetzt noch mehr verstärkt werden, damit Mehmet und Aysche bald wissen, wie ein richtiger doitscher Schweinebraten schmeckt und nicht mehr nach Antalya fahren sondern nach Mallorza. So können keine Parallelgesellschaften entstehen. Parallelgesellschaft ist zum Beispiel, wenn Ali am Freitag in die Moschee geht und Adolf am Sonntag in den Dom, wo jeweils ein Männlein in Weiß auf die Religion des anderen schimpft. Der Unterschied besteht darin, dass es das eine Männlein auf Arabisch tut, das andere auf Deutsch. Das ist auch eine Parallele.
Mehmet Ali findet es auch schade, dass er hier nicht mehrere Frauen haben darf wie drüben. Deshalb trifft er am Samstagabend manchmal den Adolf im Puff, wo sie mit Osteuropäischen Zwangsprostituierten Sex haben. Aber die hatten wir noch nicht, deswegen kann ich darüber nichts schreiben. Aysche und Dietlind trinken währenddessen zusammen einen Prosecco und gucken sich Rosamunde Pilcher Filme an. Kriemhild hofft, dass Adolf davon nichts mitbekommt, sonst setzts nämlich mal wieder was!
Mittwoch, 1. Juni 2011
Hardcore-Heten, Homos und Homöopathie
Was zum lachen - wenns nicht so traurig wäre: Katholische Ärzte wollen Schwule und Lesben mit Homöopathie "kurieren". "Similia similibus curentur - Ähnliches mit ähnlichem heilen" lautet ja der Grundsatz der Homöopathie. Ich frage mich jetzt ernsthaft, was in diesen Kügelchen drin sein soll... U.a. "Platin" sagen die Halbgötter in päpstlichem Weiss. Schwule haben ja immer einen Hang zum Luxus (Klischee, ich weiss), oder wie kommen die ausgerechnet darauf? Ich glaube ja, dass Homoöpathie grundsätzlich wirkt - aber hier ausnahmsweise mal nicht. Auch das jahrelange Zusammenleben mit einem anderen Homosexuellen hilft aus Beobachtung wenig.
Ich mal mal einen Gegenvorschlag: einer der Hardcore-Heten von den Katholiban da stellt sich als Versuchsperson zur Verfügung und läßt sich homöopathisch zu schöpfunsgwidrig-sündigen Homo umpolen (Abenteuer mit mindestens einem katholischen Priester sind garaniert!). Dann kann man sehen, obs wirklich wirkt und eine Rückverwandlung in den treusorgenden Familienvater ist ja laut deren Homepage wieder problemlos möglich.
Wenn die sich darauf einlassen, trink ich n halben Liter Weihwasser auf Ex!
Ich mal mal einen Gegenvorschlag: einer der Hardcore-Heten von den Katholiban da stellt sich als Versuchsperson zur Verfügung und läßt sich homöopathisch zu schöpfunsgwidrig-sündigen Homo umpolen (Abenteuer mit mindestens einem katholischen Priester sind garaniert!). Dann kann man sehen, obs wirklich wirkt und eine Rückverwandlung in den treusorgenden Familienvater ist ja laut deren Homepage wieder problemlos möglich.
Wenn die sich darauf einlassen, trink ich n halben Liter Weihwasser auf Ex!
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Katholische Kirche
Montag, 2. Mai 2011
Toter Terrorfürst
Nun ist er wohl tot, der Terrorfürst. Man soll sich nie freuen, wenn ein Mensch stirbt, man muss aber auch nicht traurig sein. Dennoch ist mit dieser Aktion nichts besser geworden. Ohne Gerichtsverfahren ist ein Mensch getöter worden, ganz so wie es mittlerweile zum Alltag im "Krieg gegen den Terror" ist. Und die Mehrheit der westlichen Welt, die die Todesstrafe aus ihren Gesetzbüchern glücklicherweise nach und nach verschwinden läßt, befürwortet dies!
Es wurde die Chance verspielt, Recht selbst gegenüber dem Unrecht gelten zu lassen und aufzuzeigen, was Menschenrechte bedeuten. Erst dann wäre "der Gerechtigkeit genüge getan". Sicher wird das Vermeiden eines Prozesses auch dem Schutz der USA gedient haben, die diesen Mann erst stark gemacht haben. So wird wohl nie herauskommen, inwieweit Bin Laden mit denen verstrickt war, gegen die er sich dann gewandt hat.
Auch eine Obduktion durch unabhängige internationale Experten wäre hilfreich gewesen. Bin Ladens Identität, den Todeszeitpunkt und die Todesart hätten festgestellt werden müssen. So wird mit einer vorschnellen Seebestattung reichlich Wasser auf die Mühlen der Verschwörungstheoretiker gegossen. Noch in 20 Jahren werden Leute also munter behaupten, dass Bin Laden nicht tot ist oder schon früher tot war oder nie gelebt hat. Oder alles drei auf einmal!
Ändert sich durch den Tod Bin Ladens etwas? Der Terror wird weitergehen, solange die nördliche Welt durch ihre maßlose Gier Korruption und Ausbeutung die Armut in den südlichen Ländern am Leben hält! Erst dadurch werden Menschen radikalisiert. Und das wiederum ist freilich sehr nützlich, gibt dieser Krieg doch die Legitimation, andere Länder zu überfallen und sie unter der Maske "Zivilisation für Alle" ihrer Bodenschätze und Ressourcen zu berauben. Was wiederum Gewalt hervorrufen wird.
Der "Krieg gegen Terror" sollte also endlich beendet werden und ein konsequenter Kampf gegen Armut begonnen werden! Hilfe für die ärmsten Länder bereitzustellen anstelle Geld für Militär und Waffen auszugeben.Waffen und Soldaten bringen immer Tod und Verderben für die Menschen. Unsere Freigiebigkeit dagegen wird Frieden stiften und erhalten.
Es wurde die Chance verspielt, Recht selbst gegenüber dem Unrecht gelten zu lassen und aufzuzeigen, was Menschenrechte bedeuten. Erst dann wäre "der Gerechtigkeit genüge getan". Sicher wird das Vermeiden eines Prozesses auch dem Schutz der USA gedient haben, die diesen Mann erst stark gemacht haben. So wird wohl nie herauskommen, inwieweit Bin Laden mit denen verstrickt war, gegen die er sich dann gewandt hat.
Auch eine Obduktion durch unabhängige internationale Experten wäre hilfreich gewesen. Bin Ladens Identität, den Todeszeitpunkt und die Todesart hätten festgestellt werden müssen. So wird mit einer vorschnellen Seebestattung reichlich Wasser auf die Mühlen der Verschwörungstheoretiker gegossen. Noch in 20 Jahren werden Leute also munter behaupten, dass Bin Laden nicht tot ist oder schon früher tot war oder nie gelebt hat. Oder alles drei auf einmal!
Ändert sich durch den Tod Bin Ladens etwas? Der Terror wird weitergehen, solange die nördliche Welt durch ihre maßlose Gier Korruption und Ausbeutung die Armut in den südlichen Ländern am Leben hält! Erst dadurch werden Menschen radikalisiert. Und das wiederum ist freilich sehr nützlich, gibt dieser Krieg doch die Legitimation, andere Länder zu überfallen und sie unter der Maske "Zivilisation für Alle" ihrer Bodenschätze und Ressourcen zu berauben. Was wiederum Gewalt hervorrufen wird.
Der "Krieg gegen Terror" sollte also endlich beendet werden und ein konsequenter Kampf gegen Armut begonnen werden! Hilfe für die ärmsten Länder bereitzustellen anstelle Geld für Militär und Waffen auszugeben.Waffen und Soldaten bringen immer Tod und Verderben für die Menschen. Unsere Freigiebigkeit dagegen wird Frieden stiften und erhalten.
Samstag, 26. Februar 2011
Mein Schuh für KT
Strahlemännchen, Wettertännchen,
Herr der Krieger, Doktorlügner,
Fränkischer Pomadenzwerg,
das ist der Herr zu Guttenberg!
Herr der Krieger, Doktorlügner,
Fränkischer Pomadenzwerg,
das ist der Herr zu Guttenberg!
Mittwoch, 15. September 2010
Neue Homepage
Ich gönn mir jetzt mal ne eigene Internetseite. Das Blog wird erstmal unter der Rubrik "Logbuch" eingebunden, bis sich eine andere Lösung findet...
Freitag, 3. September 2010
Mahlzeit
Das Unwort des Jahrtausends
Jedes Jahr bin ich gespannt, welches Wort nun als das „Unwort des Jahres“ gekürt wird. Und eigentlich finde ich die Wahl, die in Frankfurt/Main getroffen wird, immer recht überzeugend. Allerdings ist es mir noch nie gelungen, mein persönliches „Unwort des Jahrtausends“ einzuschmuggeln. Es lautet „Mahlzeit“. Es gibt wenige Wörter in der deutschen Sprache, die derartig standardmäßig ausgespuckt werden, wenn sich Menschen begegnen. Als ich einmal einen Monat bei einer großen deutschen Raubrittergesellschaft (sprich: Versicherung) gejobbt habe, kam ich gleich am ersten Tag mit dem „Mahlzeit“-Trauma meines Lebens nach Hause. Schon eine Stunde nach Arbeitsantritt hatten mich mindestens 20 Leute mit „Mahlzeit!“ angesprochen und mein Chef hatte sie ebenso zurück „gegrüßt“.
Niemand konnte mir bisher schlüssig erläutern, was denn nun „Mahlzeit“ eigentlich heißt. Die eine Theorie geht davon aus, dass es sich um die Ansage handelt, dass es bald Zeit zur Nahrungsaufnahme (also „Zeit für das Mahl“) ist. Da die individuellen Zeiten des Mahles aber verschieden sind (manche Menschen essen z.B. schon um 11.30 Uhr zu Mittag, andere erst gegen 15.00 Uhr) und das subjektive Hungergefühl dem Menschen sowieso signalisiert, wann es Zeit für das Mahl ist, kann diese Theorie verworfen werden. Auch gibt es in der deutschen Sprache keinen Ausdruck, der einen darauf hinweist, dass es nun Zeit zum Arbeiten („Qualzeit!“), für die Rechnung („Zahlzeit!“) oder den Geschlechtsverkehr ist („Coitalzeit!“)
Eine andere Theorie beruht auf der Beobachtung, dass sich Menschen vor vollen Tellern ebenfalls „Mahlzeit“ wünschen, um deutlich zu machen, dass sich alle jetzt etwas Zeit für das köstliche Mahl nehmen sollen. Aber mit der Zeit ist das so eine Sache: man hat sie oder man hat sie nicht. Ob da nun ein mehr oder weniger gutes Essen auf dem Tisch steht, ist gänzlich irrelevant. Diese Theorie ist damit ebenfalls widerlegt.
Darum bleibt nur noch folgendes: Mit „Mahlzeit“ begrüßen sich Menschen, die sich entweder sonst nichts zu sagen haben oder sich nicht so mögen. „Mahlzeit“ sagt zum einen nichts aus, hält also den das Gegenüber auf Abstand. Und „Mahlzeit“ beinhaltet auch keinen positiven Wunsch wie „Guten Morgen“ oder „Guten Appetit“. Schlussfolgerung: Wer den anderen nicht kennt oder kennen lernen will, wer den anderen nicht mag, grüßt also mit „Mahlzeit“.
Trotzdem assoziiere ich mit dem Wort „Mahlzeit“ immer noch „essen“. Wer mich also mit „Mahlzeit“ grüßt, bekommt ein munteres „Guten Appetit“ aus meinem Munde. Die Gesichter ziehen sich dabei immer einen Meter in die Länge, aber „Schallwellen werden von dichtstehenden Bäumen reflektiert.“ Mahlzeit!
Jedes Jahr bin ich gespannt, welches Wort nun als das „Unwort des Jahres“ gekürt wird. Und eigentlich finde ich die Wahl, die in Frankfurt/Main getroffen wird, immer recht überzeugend. Allerdings ist es mir noch nie gelungen, mein persönliches „Unwort des Jahrtausends“ einzuschmuggeln. Es lautet „Mahlzeit“. Es gibt wenige Wörter in der deutschen Sprache, die derartig standardmäßig ausgespuckt werden, wenn sich Menschen begegnen. Als ich einmal einen Monat bei einer großen deutschen Raubrittergesellschaft (sprich: Versicherung) gejobbt habe, kam ich gleich am ersten Tag mit dem „Mahlzeit“-Trauma meines Lebens nach Hause. Schon eine Stunde nach Arbeitsantritt hatten mich mindestens 20 Leute mit „Mahlzeit!“ angesprochen und mein Chef hatte sie ebenso zurück „gegrüßt“.
Niemand konnte mir bisher schlüssig erläutern, was denn nun „Mahlzeit“ eigentlich heißt. Die eine Theorie geht davon aus, dass es sich um die Ansage handelt, dass es bald Zeit zur Nahrungsaufnahme (also „Zeit für das Mahl“) ist. Da die individuellen Zeiten des Mahles aber verschieden sind (manche Menschen essen z.B. schon um 11.30 Uhr zu Mittag, andere erst gegen 15.00 Uhr) und das subjektive Hungergefühl dem Menschen sowieso signalisiert, wann es Zeit für das Mahl ist, kann diese Theorie verworfen werden. Auch gibt es in der deutschen Sprache keinen Ausdruck, der einen darauf hinweist, dass es nun Zeit zum Arbeiten („Qualzeit!“), für die Rechnung („Zahlzeit!“) oder den Geschlechtsverkehr ist („Coitalzeit!“)
Eine andere Theorie beruht auf der Beobachtung, dass sich Menschen vor vollen Tellern ebenfalls „Mahlzeit“ wünschen, um deutlich zu machen, dass sich alle jetzt etwas Zeit für das köstliche Mahl nehmen sollen. Aber mit der Zeit ist das so eine Sache: man hat sie oder man hat sie nicht. Ob da nun ein mehr oder weniger gutes Essen auf dem Tisch steht, ist gänzlich irrelevant. Diese Theorie ist damit ebenfalls widerlegt.
Darum bleibt nur noch folgendes: Mit „Mahlzeit“ begrüßen sich Menschen, die sich entweder sonst nichts zu sagen haben oder sich nicht so mögen. „Mahlzeit“ sagt zum einen nichts aus, hält also den das Gegenüber auf Abstand. Und „Mahlzeit“ beinhaltet auch keinen positiven Wunsch wie „Guten Morgen“ oder „Guten Appetit“. Schlussfolgerung: Wer den anderen nicht kennt oder kennen lernen will, wer den anderen nicht mag, grüßt also mit „Mahlzeit“.
Trotzdem assoziiere ich mit dem Wort „Mahlzeit“ immer noch „essen“. Wer mich also mit „Mahlzeit“ grüßt, bekommt ein munteres „Guten Appetit“ aus meinem Munde. Die Gesichter ziehen sich dabei immer einen Meter in die Länge, aber „Schallwellen werden von dichtstehenden Bäumen reflektiert.“ Mahlzeit!
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